AG-Treffen 2026/02/04 3D-Massen-Digitalisierung von Keramik: Unterschied zwischen den Versionen

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Protokoll vom 04.02.2026, 11:00 Uhr
Protokoll vom 04.02.2026, 11:00 Uhr



Aktuelle Version vom 26. Februar 2026, 09:22 Uhr

Protokoll vom 04.02.2026, 11:00 Uhr

Neue Mitglieder

  • Roland Clauß – Webseite
  • Berit Hildebrandt (VZG)
  • Florian Hermann (Universität Marburg, Geophysik / Archäologie)

Werkstattbericht: Michael Rummel

Thema: 3D-Massen-Digitalisierung von Keramik Untertitel: Structure-from-Motion als Methode zur Massendokumentation und Analyse von Keramikscherben – eine Fallstudie zu phönizischem Geschirr

Präsentation

  • kurzer Überblick SfM Vorgang
  • schon einige Studien zur Digitalisierung von Keramik (2008 Karasik, Smilansky)
  • DACORD (https://github.com/jwilczek-dotcom/DACORD, https://jwilczek.com/tag/automatic-pottery-orientation/ )
  • Di Angelo, Di Stefano (2018) Automatische Analyse
  • Ausgangssituation: Stromprobleme und Hitze -> nicht gut für teure Geräte
  • SfM ist eine kostengünstige, einfache und effektive Alternative (https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/opar-2020-0133/html )
  • Getestet, mit Studierenden und Personen ohne Erfahrung (Projekt: https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/453707845)
  • Aufbau: Lichtzelt, "Baum" mit etwa 8 bis 9 Klammern für Keramikfragmente, Marker
  • 24 Winkel (durch Drehteller), ca. 13 Minuten pro "Baum", zwei Durchgänge pro Baum, mehrere Stationen mit Bäumen
  • Probleme des Fokus und der Schärfetiefe, Autofokus ausgeschaltet, einmal getestet und positioniert (mit Magnet ausgerichtet?!)
  • Die Fotos, die aus der dem Bereich der Schärfe liegen haben Auswirkungen auf die Textur
  • Zwei Durchgänge, je 15 Minuten, nach dem ersten Vorgang werden die Scherben gedreht
  • Ergebnis: etwa 120 Scherben pro Tag, Teilnehmer ohne Erfahrung
  • alles möglich trotz vieler Stromausfälle
  • Foto Processing wurde off-site durchgeführt
  • mit Metashape, aber auch in Meshroom oder Realitycapture möglich
  • Feste Marker, mit Python Skript ausgewertet, besser und fehlerfreier, vorher mit Lineal als Maßstab
  • für Forschungsfrage ist vollständiges Modell und Textur nicht notwendig, daher kein Merging der zwei Seiten
  • Morphometrie ist wichtiger, diese ist durch beide Vorgänge zu erhalten
  • warum beide Vorgänge, um bei Fehlern ein weiteres Modell zu haben, zusätzlich kann man die Rohdaten für weitere Prozesse nutzen
  • produziert eine riesige Menge Daten, Rohdaten werden in Heidelberg FAIR gespeichert
  • Verfahren= schnell und robust, aber nicht unglaublich kostengünstig -> Infrastruktur (Rechner, Personen für die Bearbeitung, Speicher, Stromverbrauch)
  • Phd Projekt: Phoenician Tableware: Unterschiede identifizieren, Produktionseinheiten erkennen, Anhand von Merkmalen quantitative Analyse durchführen
  • Datenaufnahme: über DACORD ausgerichtet, Ausrichtung mit Gigamesh kontrolliert
  • Vermessung, keine frei zugängliche Software -> eigenes Programm in Python, wird mit Dissertation veröffentlicht
  • Algorithmus produziert im Batchprozess die typische archäologische Zeichnung, Position der Rotationsachse, Randneigung und Dicke, Export der morphometrischen Daten in csv
  • Vergleichsobjekte, aus Zeichungen 3D Modelle erstellt = Simulierte Scherben
  • Datenbank (MariaDB+ php Frontend) soll mit Dissertation veröffentlicht werden
  • Laserprofiler: Ausrichtung per Hand, nur ein Profil
  • Test: mehrere Unerfahrene richten Scherben per Hand aus (Durchmesser als Proxy für korrekte Ausrichtung. Erfahrene Person richtet ebenfalls mit Hand aus und alle Objekte nochmal mit 3D Ausrichtung und Automatischer Vermessung: kein Unterschied zwischen Ergebnissen der Erfahrenen Person und Automatischen Messungen, aber 3D Modelle präziser / einheitlicher

Fragerunde

  • Klammern, manuell in 3D rausgeschnitten? Nicht möglich eine schnelle automatische Lösung zu finden, ging auch manuell schnell
  • in TIF umgewandelt, hätte jpg eventuell auch gereicht? Tiefenschärfe mit Automatischen Fokusdeck lösen? Sehr hohe Qualität, am Ende sinnvoll? Fokusdeck unbekannt, Test TIF und jpg, kein Unterschied in Prozessierungszeit, erst mittlere/hohe Qualität produziert, Probleme in der Segmentierung, Agisoft Algorithmus ist die größte Blackbox, Wunsch nach Wechsel
  • Artikel: https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/opar-2024-0011/html
  • Magnet Ausrichtung? 1/3 und 2/3 Verhältnis, Stabmagent mit Target, 80 cm Abstand, fokussiert und positioniert, Magnetismus dabei unerheblich.
  • Idee, Gestell und drei Kameras gleichzeitig, aber Kostenfaktor
  • 8 Scherben pro Baum? Größe der Fragmente -> zu viele Objekte führt zu Überlappungen, kleinere Fragmente kann auch 10-12 Objekte tragen
  • Andere Kameras ausprobieren: MFT (Micro Four Thirds), APS-C