AG-Treffen 2021/12/15

Aus AG3D
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Begrüßung & Offene Runde

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Kalender

Annotationen von 3D Objekten

Werkstattbericht

Claus Henkensiefken (Deutsches Museum Digital) 3D-Digitalisierung am Deutschen Museum

  • 3D Digitalisierung seit ca. 3 Jahren
  • Museum 4.0 -> Kommunikation von Museumsinhalten -> Fokus 3D

Ausstattung

  • Streifenlichtscanner David: HP 3D-SLS-Pro 3
  • ZEISS RealScan (hier Rücksprache auch mit Zeiss, welche Anforderungen bestehen; Scanner war noch in Entwicklung, die dann leider eingestellt wurde; Scanner durfte behalten werden)
  • Space Spider und Leo von Artec
  • Zoller+Fröhlich (für ganze Räume)
  • Photogrammetrie: Metashape und Reality Capture (letzteres wegen Kombination mit Laserscanner)

Ausstellung Musik: 3D-Scan eines Harfenkopfes

  • Arbeitsschritte der Herstellung eines Harfenkopfornaments sollten nachgestellt werden -> 3D-Scan zwecks Druck
  • originale Gussform wurde 3-D reproduziert, um die ursprüngliche Form des (gebogenen) Ornaments darzustellen
  • Neugestaltung der Musikinstrumente-Ausstellung: Raumgestaltung
    • Decke war zu niedrig für das Dekor der Orgel
    • Ziel: verkleinerte, aber originalgetreu skalierte/ reproduzierte Drucke des bekrönenden Dekors
  • Scans funktional (in Bewegung) darstellen -> animieren, zwei Optionen:
    • entweder digital nachbauen
    • oder: physisches Objekt auseinanderbauen und Einzelteile einzeln scannen (selten möglich)

Ausstellung Robotik

  • Automatenfigur: Mantel & Inneres konnten separat gescannt werden, aber kleinteiligeres Auseinandernehmen war nicht möglich

Sulzer Dampfmaschine

  • Verfahren: Laser & Photogrammetrie
  • Nachmodelliert für VR
  • Scandaten eher als Referenz für eine Nachmodellierung genutzt
  • Einbindung von externen Dienstleister:innen

Restaurierung: Kleid aus Glasfaser

  • problematisches Material (reflektierend)
  • Artec Leo: ganzes Kleid, Spider: Detailaufnahmen

Ausstellung Luftfahrt: Kooperation mit dem Fraunhofer IIS in Fürth

  • Scan der Messerschmidt ME163 -> Aufbereitung für die Ausstellung ist aktuell in Arbeit
  • Zwischenfrage Patrick: Wie wird mit der Größe des Modells umgegangen? Kann es problemlos geladen werden?
  • Claus: aktuell 256 GB RAM, Fraunhofer: 512 GB RAM -> Flugzeug kann mit diesen Kapazitäten komplett geladen werden, reduzierte Ladung ist auch mit weniger RAM möglich
  • Martin: Erstaunen: Daten müssen komplett geladen werden? Ein Nachladen für die ausgewählten Bereiche ist nicht möglich? Fehlt die Technologie?
  • Claus: Beim öffnen der Modelldaten kann man sich entscheiden, entweder nur eine Region zu laden oder eine reduzierte Auflösung zu wählen
  • Programm: Volume Graphics https://www.volumegraphics.com/de
  • Bilder wurden in unterschiedlicher Auflösung gerendert
  • Auswahl wird komplett in den Hauptspeicher geladen
  • Patrick Dinger: Scan: Nur Referenzmaterial für eine Modellierung oder sind die Scans auch zur Nutzung geeignet?
  • Claus: Eine Modellierung ist nicht geplant, Scans werden genutzt
    • aktuelles Projekt: 3D-Scan von Chiffriermaschinen (Beispiel: Enigma)

Ausstellung Gesundheit: Augmentierung von / für Ausstellungskatalog

Ehrensaal 3D-Scan von Büsten und Reliefs

  • Büsten gescannt
  • Saal in Blender nachmodelliert
  • Mozillahubs Raum erstellt, um in den Ehrensaal zu "treten"

Science & Fiction Festival München

  • künstlerische Adaptionen des Raummodells

AR Wettbewerb: Dexperio

  • Nutzung Mergecube: Objekte konnten durch den Display des Smartphones angezeigt werden
  • animierte Objekte mit zusätzlichen Bildinformationen über das Smartphone -> interne Demos

Studierendenprojekt: VR-Orgel

  • Nutzung eines physischen Orgelfunktionsmodells
  • CAD Daten wurden für eine VR aufbereitet -> Animation der Orgel für VR
  • Mechanismen werden vereinfacht visualisiert

Dampfturbinen

  • Gute Vorlage für eine Nachmodellierung & Animation
  • Maria: Existieren Kooperationen mit Universitäten?
  • Claus: Ja, Medieninformatik LMU, aber auch Kooperation mit der Leibniz-Gesellschaft: Praktika für Studierenden

Laserscan Starkstromhalle

  • 3D Repräsentation einiger Großobjekte gewünscht
  • Photogrammetrie: zu aufwändig, eventuell wenig zielführend, womöglich reichen einfache Fotos aus
  • Deshalb: Erfassung als Punktwolke
  • Laserscanner (6-8 Scanpositionen): Punktwolke ist schnell exportiert

Orientierung: Rocket Science Museum

  • Kombination von Laserscan & Photogrammetrie
  • Fehlstellen treten auch hier auf, aber im Ganzen ist das Ergebnis gut (je nach Nutzen)
  • eigenes Scanvorhaben (zeigt Modell in RealityCapture):
    • Laserscanner kann in höherer Auflösung scannen -> erneuter Versuch
    • Kamerapositionen können noch verbessert werden
    • Lichtverhältnisse können noch verbessert werden
    • Zu lange Belichtung & natürliches Licht (hauptsächlich von der Decke) -> ungünstige Aufnahmepositionen -> Lichtreflexe
    • Erkenntnis: Besucher:innen bewegen das Objekt
    • Vorgehensweise: Spiegelreflex & Stativ
  • Zoe: Weshalb wird Sketchfab genutzt?
  • Claus: Modelle auf Sketchfab: Wenige sind öffentlich
    • eher interne Nutzung
    • Viewerfunktionen waren überzeugend
    • Bei Beginn war Kompakkt noch nicht bekannt
  • Zoe: Für internen Zweck wäre Kompakkt womöglich geeigneter -> Kontrolle über Daten behalten, Passwortvergaben sind beispielsweise möglich, Kompakkt hat kein (Eigen-)Interesse an den Daten

Beispielscan: Vase

  • ZEISS Scanner: Versucht Materialeigenschaften zu erfassen: Je nach Material werden (variierende) Oberflächeneigenschaften (Texturen) erfasst

Diskussion

Plattform

  • Martin: Allgemeine Frage: Sieht man Plattformen wie Sketchfab als Teil der (öffentlichen) Infrastruktur von Museen? Bzw. wird die Plattform (auch) hierfür genutzt? https://sketchfab.com/deutsches-museum
  • Thomas Kaiser: Sketchfab: Überlegungen zum Einsatz: Unsicherheit darüber, was Sketchfab eigentlich mit den Daten macht. Was ist das Interesse?
  • Martin: Sketchfab bietet an, dass Modelle verkauft werden können.
  • Sketchfab Mitglied: IIIF Digitalisierungsgruppe
  • Zoe: Geschäftsmodell wurde häufig verändert, aktuell verdient S. mit Premiumaccounts, theoretisch könnten sie für jedes Modell jederzeit Geld verlangen. Kompakkt: Bietet größere Sicherheit und Unabhängigkeit
  • Martin: Die Viewer bedienen unterschiedliche Einsatzgebiete

Nutzen

  • Patrick: Nutzen muss vor der Gestaltung des Zugangs bewusst reflektiert werden.
  • Martin: Wunsch: tatsächlicher Aufbau von allgemein nutzbaren Infrastrukturen. Langzeitverfügbarkeitsplattformen sind wünschenswert.
  • Zoe: Durch Kontakt zur NFDI4Culture bekommt Kompakkt weitere Perspektiven
  • Martin: Aber auch nur für 5 Jahre, wünschenswert wäre eine dauerhafte Lösung

Scanner & Sculpting

  • Maria: Wie ist die Zufriedenheit mit dem neuen Scanner? (Zoller+Fröhlich)
  • Claus: Ergebnisse sind gut.
  • Scanner kommt zum Einsatz beim Ausbau der Dioramen (insbesondere bei der Erfassung der Hintergründe)
  • am schnellsten: Scanner hinein stellen und einmal scannen lassen, um daraus ein CAD Modell für eine Vorlage zu erstellen -> Form und Farbe sollen als Referenz dienen
  • Artec-Software: Neuerdings: Möglichkeit Fotos für Textur einzuarbeiten.
  • Software für Sculpting: ZBrush - Standard für Sculpting

Personal

  • Ilja: Wie viele Personen sind beteiligt?
  • Claus: Claus & eine Person aus dem Sammlungsmanagement

Objekthandling

  • Patrick: Auseinandernehmen der Realobjekte – kommt das häufig vor?
  • Claus: Ausgangslage ist zumeist: so wenig wie möglich am physischen Objekt ändern
  • Anfragen verschiedenen Ausmaßes werden gestellt